Die Hangfeile
Wer auf Zicken steht, wird die Hangfeile lieben.
Dasmusste zuerst einmal gesagt werden.
Denn einen Strömungsabriss kann man mit der Hangfeile bei jeder Geschwindigkeit haben.
Gerade das macht aber für den erfahrenen Piloten den besonderen Kick aus.
Heikel sind daher auch die ersten Meter bei voller Zuladung, was bei flachen Hängen auch manchmal zu einem Wurf direkt ins Buschwerk führt.
Fahrt ist dem Falle mehr als das halbe Leben.
Mit ihren 1,7m Spannweite und einer Fläche von 23dm2 gehört sie eher zu den kleinen Hangfliegern.
Dafür allerdings, mit einem Modifizierten Rg 14 profiliert, zu den schnellsten.
Besonders gut kommt sie bei der "Affenschaukel" ins laufen.
Man fliegt am Hang entlang und als Wende macht man einen Turn. Dann wieder am Hang entlang, Turn und so weiter. In den Wenden wird dabei aus dem Windgradienten zusätzlich Energie gewonnen, so dass die "Feile" bei jedem Turn höher steigt.
Am meisten Spass macht dies mit mehreren etwa gleichschweren Feilen synchronisiert im Hangfeilenballett.
Der Einsatzbereich ist schnell umrissen:
Hangflug bei Wind. Zuviel Wind gibt es nicht (zumindest für das Flugzeug).
Konstruiert wurde die Hangfeile von einem langjährigen Mitglied unserer Gruppe, Frederik von der Lancken, basierend auf einem Wettbewerbsmodell der F5B 27 Zellen Klasse.
Von diesem stammen Flügel und Leitwerk. Der Rumpf entstand später und bietet genügend Platz für 2 Servos HS60, einen Empfänger smc19DS, einen 5 Zelligen Akku und 800g Blei.
Die Abfluggewichte liegen bei den von uns gebauten, relativ stabilen Kohleversionen, so bei ca. 1200g leer bis 2000g aufgebleit.
Inzwischen sind bestimmt 15 Exemplare gebaut worden und einige davon trifft man noch immer an den Hängen im Umkreis an.
Ich persönlich fliege die Hangfeile nach wie vor sehr gerne weil sie gerade von der "gefühlten Geschwindigkeit" her immer noch spektakulär ist.
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