Start Hangflug Wasabi

Wasabi

Die Wasabi ist ein voll-GFK Acro-Segler aus Belgien. Das Modell verfolgt ein ungewöhnliches Konzept, das Modellen wie Voltij oder Mini-Toons recht ähnlich ist: Ein Segler mit symmetrischem Wölbklappenprofil und sehr hohem schmalem Rumpf. Diese Auslegung ist eindeutig auf Kunstflug ausgerichtet. 

 


 

Der Konstrukteur der Wasabi, Francois Lorrain, hat mir im Sommer eine Wasabi mit nach München zu den DM F3K gebracht, und ich habe es leider erst jetzt geschafft, sie fertig aufzubauen, gerade noch rechtzeitig zur windigen Wintersaison. 

Die Qualität der Teile war sehr gut, alles mit Gelcoat-Oberfläche und präzise passend. Die Flügel und Leitwerke sind in Sandwich - Schalenbauweise mit 45° 60er Glas und Rohacel aufgebaut, ein paar Kohleverstärkungen hier und da und im Holm. Der Rumpf ist eine Glas-Schale mit Kohleversteifungen an den Seiten. 

Ausgestattet habe ich die Wasabi mit 4 Servos HS85MGBB, einem Empfänger Futaba 606FS 2,4GHz und einem Akkupack 4x2000mAh Sanyo Eneloop. HR und SR Anlenkungen sind Kohlefaserschubstangen, die Querruder über klassische Ruderhöhner und kurze Stahlschubstangen. Das Modell wiegt Flugfertig etwa 1200g, davon 130g Trimmblei. Es sind eine Bremsklappenstellung von +30° mit Trimmkompensation und eine Höhenruder-auf-Wölbklappenfunktion programmiert. Außerdem kann mit dem "Gasknüppel" bei Bedarf die Wölbung erhöht werden. 


 

Erstflug war bei mäßigem Wind am Schäferstuhl, mit Einstellungen nach Herstellerempfehlung und etwas zu viel Blei in der Nase. Der Wind reichte zum Fliegen, aber nur sehr begrenzt zum Turnen. Nach und nach habe ich mich an die hintere Schwerpunktlage herangetastet. In dieser fliegt das Modell auch auf dem Rücken neutral, man muss also nicht drücken. 

Am folgenden Wochenende war deutlich mehr Wind: Mit etwas 'Dampf' rollt die Wasabi sehr schnell, beschleunigt deutlich besser als z.B. die Voltij und verbraucht bei Manövern weniger Höhe. Sie fliegt sehr handlich und direkt aber nicht im geringsten zickig. Beim Überziehen bei geringer Geschwindigkeit stellt sich ein kontrollierbarer Sackflug ein, bei hohen Geschwindigkeiten braucht es für gerissene oder gestoßene Figuren ein deutliches Einleiten. Trudeln beendet sich nach Loslassen der Ruder von selbst. Um zwischendurch wieder Höhe zu machen, hat sich der Wölbhebel bewährt: In symmetrischer Konfiguration steigt sie nicht sehr gut, gewölbt ist es aber akzeptabel. Am besten geht es ohnehin, wenn man nie die Fahrt verliert :O). 

Der hohe schmale Rumpf verlangt nach Messerflug. Hierfür scheint es aber noch mehr Wind (für mehr Geschwindigkeit) zu brauchen, bisher war ich damit noch nicht sehr erfolgreich. Das Modell gibt aber auch sonst noch einiges mehr her, als ich bisher erfliegen kann, da ist noch Raum zum Üben.

Na denn mal los ... !